Mit dieser Feststellung beginnt das erste Martyrium des frischgebackenen Ehemannes. Ihm werden die Hosen hochgekrempelt, das Jacket gewendet, ein Strohhut aufgesetzt und und ein Besen in die Hand gedrückt.

 

Danach zieht er los, die Musik und die Hochzeitsgesellschaft im Schlepptau, um seine Braut zu suchen.

 

Zwischenzeitlich ist die Braut mit ihren "Entführern", in der Regel gute Freunde von ihr, in eine nahegelegene Wirtschaft gezogen um dort, bei Wein und Brot, auf Ihren Gemahl zu warten.

 

Hat der Bräutigam die Braut gefunden, so warten noch allerlei Spielchen auf ihn, die er bestehen muss, bevor er sie wieder in die Arme schließen darf.

 

Danach wird getanzt, gesungen und reichlich Wein getrunken. Aber Vorsicht! Schon manch ein Gast hat danach die Suppe nicht überlebt...

 

Das Brautstehlen hat sich mittlerweile zu einem festen Bestandteil einer Allgäuer Hochzeit entwickelt. Im Gegensatz zu früher nimmt heute jedoch die ganze Hochzeitsgesellschaft daran teil.

 

War die Stimmung beim Kaffee noch eher ruhig und etwas verhalten, so ist sie nach dem Brautstehlen im Regelfall recht ausgelassen.

 

Bewährt hat es sich, das Brautstehlen in unserem rustikalen Hopfenkeller durchzuführen. Es ist unkomplizerter und es besteht weniger Gefahr, dass die Hochzeitgesellschaft auseinander gerissen wird.